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Ich schaue mir die Spinnweben genauer an. Man muss ganz nahe an sie herangehen.

Immer wieder muss ich über diese Kunstwerke staunen, die Spinnen geschaffen haben. Sie haben es nicht extra gelernt, keine Schule besucht. Die künstlerische Tätigkeit liegt einfach in ihrer Natur – und hat einen praktischen Zweck.

Ins rechte Licht gerückt

Wir treten aus dem diffusen Waldlicht heraus. Die Sonne spickt noch ein bisschen durch ein Loch in den hoch dahinziehenden Wolken.

Und nun sehe ich es – silbrig beleuchtete Spinnweben. Sie fallen sehr auf.

Im Prinzip ist es genau das Gleiche wie im Wald. Zarte, silber-graue Gewebe. Nur hier sind sie beleuchtet.

Alles kann schön sein – man muss es nur ins rechte Licht rücken.

Kaum zu sehen

Nach einer Woche Pause, die mir meine LeserInnen bitte verzeihen mögen, drehe ich meine abendliche Runde mit Nina durch den Wald. Es ist schon sehr frühherbstlich. Das Licht im Wald hüllt uns diffus ein.

Wir gehen den Weg entlang. Nina schnüffelt. Ich bleibe stehen – und schaue so um mich herum. Da sehe ich, ganz zart, einen silbrigen Hauch auf dem Gras.

Man muss schon sehr genau schauen. Es sind Spinnweben. Ganz zart schmiegen sie sich an das herbstgrüne Gras.

Wäre Nina nicht zum Schnüffeln stehen geblieben, hätte ich diese Schönheit nicht entdeckt…

Strohblume – Miteinander

Wie bei vielen Blütenpflanzen, sind auch bei unserer Strohblume die verschiedenen Entwicklungsstadien gemeinsam an einer Pflanze. Sie leben nebeneinanderher. Keine Blüte ist von der anderen abhängig, keine ist besser oder schlechter als die andere.

Es ist ein friedliches Nebeneinander. Da alle Teil derselben Pflanze sind, ist es eher ein friedliches Miteinander…

Strohblume – verblüht

Der Strohblumen-Tag neigt sich dem Ende zu. Die Blüte, die zunächst wie ein Stern, dann wie die Sonne gestrahlt hat, zieht ihre Blütenstrahlen zurück. Am deutlichsten sichtbar bleibt nun das Innere der Blüte, der Teil der Vermehrung. Da werden die Strahlen nicht mehr gebraucht.

Die Blume ist reif. Ihre offensichtliche, bezaubernde Schönheit verbleicht. Sie darf nun ihrer Bestimmung entgegengehen, der Vermehrung.

Irgendwann fliegen gelbe Schirmchen durch die Luft. Wie gelbe Pusteblumen. Die Vergänglichkeit der Blüte tritt ein…

Strohblume – Stern

Für den Eingang zu unseren Geschäftsräumen habe ich eine Strohblume gekauft. Ich kenne sie nur aus Trockensträußen und kann sie zum ersten Mal in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien betrachten.

Kurz nachdem die Knospe aufgebrochen ist, sieht die Strohblume so aus. Sie gleicht einem Stern. Nur in einer Ebene strahlen die Blütenblätter nach außen. Das Innere ist noch fest verschlossen. Die Blüte ist aufgeblüht, aber doch nicht so richtig. Es ist eine Mischung aus Blüte und Knospe.

Der Tag beginnt mit der Nacht, mit den Sternen. Ohne Nacht gäbe es keinen neuen Tag…