Schnee-Lichtspiel

Ein Loch mitten in der Schneefläche, umspielt von tanzenden Lichtern. Dunkel umgeben von Licht.

Das Licht erscheint lebendig und bewegt – das Dunkel starr und unbewegt.

Ist das Dunkel deswegen schlechter als das Licht? Licht und Dunkel sind Polaritäten, die es nicht zu bewerten gilt. Ohne Dunkel ist das Licht weniger sichtbar. Es macht das Licht stärker. Das Licht gibt dem Dunkel Leben. Es macht das Dunkel stärker. Licht und Dunkel stärken sich gegenseitig.

Schnee-Licht

Was ist auf diesem Bild zu sehen?

Wir sehen eine kleine Laterne, von Schnee bedeckt und umhüllt. Sie leuchtet in leicht gelblichem Licht aus dem reinweißen Schnee heraus.

Das Licht dieser Laterne schickt ein warmes Licht inmitten der Kälte in die Welt.

Ist es wirklich eine Laterne? Wenn man genauer hinschaut, erkennt man: es ist eine Christrose!

Was ist Täuschung? Was ist Wirklichkeit?

Grau vier

Viel Grau – selbst der Schnee wirkt grau. Erdrückend? Öde? Trist? Dunkel?

Wenn wir aus dem Fenster schauen oder, wie in diesem Fall das Bild anschauen, wirkt es so. Bei meinem Spaziergang aber, als ich mittendrin war, hatte ich einen ganz anderen Eindruck.

Belebend! Lebendig! Fröhlich! Hell!

Grau drei

Das Schilf trägt Krönchen aus Schnee. Erstaunlich, wie sich der Schnee an diesem fragilen, beweglichen Halm festhält…

Und erstaunlich, dass das Schilf unter der „Schneelast“ nicht bricht oder knickt…

Es wirkt viel eher wie ein Mützchen, das dem Schilf Schutz bietet.

Was bietet uns Schutz? Eine Mütze kann uns vor der Witterung schützen – und was schützt unsere Seele?

Grau zwei

Der Weiher trägt eine Eisdecke – grau. Selbst diese Eisschicht zeigt sich in vielen verschiedenen Grautönen. Das ockerfarbene Schilf strahlt regelrecht im Grau und Weiß.

Würden wir das Schilf außerhalb seiner natürlichen Umgebung betrachten, zum Beispiel zu Hause im geschlossenen Raum, so wäre es unscheinbar. Das leicht gräuliche Ocker würde blass und schmutzig aussehen.

In der natürlichen Umgebung jedoch entfaltet sich die volle Lebendigkeit des Schilfs.

Wie ist es mit uns? Wo sind wir am lebendigsten? Wo erkennt man unsere Farben am besten?

Grau eins

Es ist ein trüber, aber trockener Wintertag. Die Landschaft zeigt sich grau in grau.

Das könnte trist sein. Ist es aber nicht! Schaut euch das Bild an – wie viele verschiedene Grautöne könnt ihr sehen? Sind die Farben überhaupt zählbar?

Wer schon einmal versucht hat, mit Aquarellfarben aus den Grundfarben Grau zu erzeugen, weiß, was alles darin steckt. Blau, Gelb und Rot werden in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen gemischt. Grau kann etwas grünlich wirken, mehr gelblich, oder rötlich… Es gibt unendlich viele Variationen.

Und je nach Beleuchtung sieht eine Graumischung auch immer wieder anders aus. Welches Wunder der Natur mit den unendlich vielen Farben! Auch an einem grauen Tag…

Licht – Punkte in der Stadt

Kein Weihnachtsmarkt, kein Weihnachtseinkauf, kein fröhliches Miteinander. Da muss man schon kreativ werden, um sich von diesem Dunkel nicht überwältigen zu lassen.

Es gibt Menschen, die für alle sichtbar kreativ sind. Diese „Lichtpunkte“ mitten in der Stadt beispielsweise.

Habt ihr diese Schilder auch schon gesehen? Sie stehen im Stadtgraben, in der Hochmaiengasse, an der Lorenzkapelle und am Münster. Vielleicht gibt es noch mehr, die habe ich dann noch nicht gefunden.

Wenn ihr ein solches Schild findet, nehmt euch die Zeit zum Innehalten. Scannt den QR-Code und hört euch das Weihnachtslied an. Vielleicht singt ihr auch mit.

Ein Lichtpunkt mitten in der Stadt…

Ich wünsche allen gesegnetes Weihnachten – mit viel Licht.

Licht – am Himmel

Es ist der Morgen des 21. Dezembers – der Tag der Wintersonnenwende. Heute wird die längste Nacht des Jahres sein. Danach wird es jeden Tag wieder etwas heller.

Ich öffne meinen Rollladen – und werde von diesem Himmel begrüßt. Schöner kann ein Tag nicht anfangen!

Wir verlieren uns gerade in diesem Jahr immer wieder im Dunkel der Zeit. Das Leben ist von Unsicherheiten geprägt. Da verlieren wir schon mal das Licht aus den Augen.

Aber das Licht ist immer da. Manchmal wird es überdeckt durch Wolken und wir können es nicht sehen. Wir dürfen darauf vertrauen: Es gibt immer Licht – irgendwo. Wenn es unsere Augen nicht sehen, schauen wir es mit unserem Herzen an.

Und wenn wir das Licht gar nicht mehr finden, dann zeigt es uns der Himmel.

Friedhof N. – Baumschatten

Der Schatten einer der Bäume auf dem Baumgräberfeld lockert den geordneten, ja sogar leblosen Eindruck etwas auf.

Wie ein Zeiger deutet der Baumschatten auf die Stele. Das Laub auf dem Rasen verwischt den ordentlichen, aufgeräumten, fast sterilen Eindruck. Die bunten Farben der abgefallenen Blätter geben dem Grün Leben.

Schatten, Licht, Farben – Leben.